Prüfungen organisieren
Prüffristen verwalten, ohne ständig Listen zu durchsuchen
Bei fünf oder zehn Geräten lassen sich Prüftermine noch leicht im Kalender oder in einer Tabelle verfolgen. Schwieriger wird es, wenn mehrere Geräte unterschiedliche Prüfintervalle haben und jede Woche andere Termine näher rücken.
Das Datum einmal einzutragen ist selten das Problem. Jemand muss später wieder daran denken, die Liste zu öffnen, die nächsten Fälligkeiten zu prüfen und nach einer erledigten Prüfung alle betroffenen Stellen zu aktualisieren.
Eine Prüffrist besteht nicht nur aus einem Datum
Ein Termin ist nur dann hilfreich, wenn klar ist, zu welchem Gerät und zu welcher Prüfung er gehört. Für jedes relevante Arbeitsmittel sollten deshalb einige Angaben zusammen auffindbar sein:
- Gerät und Inventarnummer
- Prüfart und Prüfintervall
- Datum der letzten Prüfung
- Nächste Fälligkeit und aktueller Status
- Prüfverlauf und zugehöriger Bericht
- Standort und interne Zuständigkeit
Welche Prüfart und welches Intervall gelten, muss der Betrieb passend zum jeweiligen Arbeitsmittel festlegen. Eine Software kann diese fachliche Entscheidung nicht ersetzen. Sie kann aber dabei helfen, den daraus entstehenden Termin sauber weiterzuführen.
Warum Prüftermine im Alltag verloren gehen
Oft ist der Termin korrekt eingetragen und wird trotzdem zu spät bemerkt. Die Tabelle wurde in dieser Woche nicht geöffnet. Nach einer Prüfung wurde zwar das Datum in einer Zeile geändert, der Kalendereintrag blieb aber unverändert. Oder ein Filter blendet genau die Geräte aus, die bereits überfällig sind.
Mit mehreren Standorten und Personen kommen weitere Kleinigkeiten hinzu: Ein Gerät wechselt den Einsatzort, zwei Dateikopien haben unterschiedliche Stände oder der Prüfbericht liegt in einem Ordner, den nicht jeder kennt. Jede einzelne Abweichung ist lösbar. Unangenehm wird die Summe der Stellen, die regelmäßig kontrolliert und miteinander abgeglichen werden müssen.
Ein einfacher Aufbau für wiederkehrende Prüffristen
Am praktischsten ist eine eindeutige Quelle je Gerät. Dort gehören Geräteidentität, Prüfart, Intervall, letzte Prüfung, nächste Fälligkeit sowie der bisherige Verlauf zusammen. Berichte sollten direkt zugeordnet oder zumindest eindeutig verlinkt sein.
Für die tägliche Arbeit sollte außerdem auf einen Blick erkennbar sein, welcher von drei Fällen vorliegt:
- Der Termin liegt noch außerhalb des Planungszeitraums.
- Die Prüfung steht bald an und kann eingeplant werden.
- Der Termin ist bereits überschritten.
Dafür sind keine bestimmten Farben vorgeschrieben. Entscheidend ist, dass die Zustände eindeutig benannt werden und nicht erst durch Sortieren mehrerer Spalten ermittelt werden müssen.
Wer manuell prüft, braucht einen festen Rhythmus
Wer Prüffristen in einer Tabelle oder einem Kalender führt, sollte festlegen, wann die Liste geprüft wird. Ob eine wöchentliche Kontrolle oder ein anderer Rhythmus sinnvoll ist, hängt vom Gerätebestand und den Prüfintervallen ab.
Diese Arbeitsweise kann bei wenigen Geräten sehr gut funktionieren. Sie hängt allerdings davon ab, dass jemand an die Kontrolle denkt – auch in Wochen mit Urlaub, dringenden Aufträgen oder einer Vertretung. Ein Kalendereintrag oder eine selbst gebaute Automatisierung kann diese Lücke schließen, muss aber ebenfalls eingerichtet und nach Änderungen aktuell gehalten werden.
Erinnerungen sollten Zeit zum Planen lassen
Eine Meldung erst nach Ablauf des Termins kommt für die Planung zu spät. Sinnvoller ist ein Vorlauf, in dem sich ein Prüfer, ein Termin oder ein Ersatzgerät organisieren lässt.
PrüfCheck versendet Erinnerungen 30, 7 und 1 Tag vor der Fälligkeit sowie am Fälligkeitstag. Das ersetzt nicht die richtige Erfassung von Gerät, Prüfart und Intervall. Es nimmt aber die wiederkehrende Aufgabe ab, die Liste nur zur Suche nach näher rückenden Terminen zu öffnen. Den genauen Zeitplan und die Statuslogik erklärt die Anleitung zu Prüffristen und Erinnerungen.
Nach der Prüfung beginnt der nächste Termin
Nach einer erledigten Prüfung sollten Ergebnis, Prüfer und mögliche Bemerkungen zeitnah dokumentiert werden. Falls Messwerte dazugehören, werden auch diese festgehalten. Der Bericht und der neue Eintrag im Prüfverlauf müssen anschließend beim richtigen Gerät auffindbar sein.
In einer selbst aufgebauten Lösung kann das bedeuten, eine Tabellenzeile zu ändern, einen Kalendereintrag zu verschieben und einen Bericht im passenden Ordner abzulegen. Excel kann diesen Ablauf mit Formeln, Links und Automatisierungen unterstützen. Je mehr Einzelschritte getrennt voneinander bleiben, desto wichtiger ist jedoch eine klare Routine.
Tabelle, Kalender oder ein strukturierter Ablauf?
Für wenige Geräte kann eine Tabelle zusammen mit einem Kalender völlig ausreichen. Mit mehr Geräten, Intervallen, Standorten oder beteiligten Personen wächst vor allem die Zahl der manuellen Kontrollen und Abgleiche.
Ob der Wechsel zu einer spezialisierten Anwendung sinnvoll ist, hängt deshalb nicht an einer festen Gerätezahl. Eine ausführlichere Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag Excel oder Prüfsoftware?
Wie PrüfCheck diesen Ablauf abbildet
In PrüfCheck wird ein Gerät mit Inventarnummer, Kategorie und Standort erfasst. Prüfarten und Intervalle werden dem Gerät zugeordnet. Wird eine Prüfung dokumentiert, berechnet PrüfCheck aus Prüfdatum und hinterlegtem Intervall die nächste Fälligkeit.
Das Dashboard zeigt anstehende und überfällige Prüfungen. Erinnerungen werden per E-Mail versendet, frühere Prüfungen bleiben im Verlauf des Geräts und Berichte können als PDF heruntergeladen werden. Per QR-Code lässt sich der zugehörige Gerätedatensatz direkt öffnen.
Damit liegen Gerät, Prüfung, nächster Termin und bisherige Dokumentation nicht in getrennten Hilfssystemen. Die Angaben müssen trotzdem korrekt gepflegt und eine durchgeführte Prüfung weiterhin dokumentiert werden.
Prüffristen sauber organisieren: kurze Checkliste
- Ist jedes Gerät eindeutig bezeichnet und über eine Inventarnummer auffindbar?
- Sind die passende Prüfart und das vorgesehene Intervall hinterlegt?
- Ist die letzte Prüfung mit Datum und Ergebnis dokumentiert?
- Ist die nächste Fälligkeit sichtbar?
- Ist erkennbar, was bald fällig oder bereits überfällig ist?
- Gibt es einen festen Kontrollrhythmus oder eine Erinnerung vor dem Termin?
- Lassen sich der letzte Bericht und frühere Prüfungen beim Gerät wiederfinden?
- Wird nach jeder Prüfung auch die nächste Fälligkeit aktualisiert?
Diese Fragen gelten unabhängig davon, ob Sie mit Excel, einem Kalender oder Prüfsoftware arbeiten. Wenn jede Frage klar beantwortet ist, ist der organisatorische Teil der Fristenverwaltung bereits gut aufgestellt.
Prüffristen mit PrüfCheck verwalten
Sie können den Ablauf mit bis zu 10 Geräten und 1 Benutzer dauerhaft kostenlos nutzen. Für den kostenlosen Tarif ist keine Kreditkarte erforderlich. Kostenpflichtige Tarife können 30 Tage kostenlos getestet werden; dafür ist eine Kreditkarte erforderlich.